Maíz, Maíz, Maíz – Eine Lieblingszutat der Chilenen

Maíz – zu deutsch ganz einfach Mais – ist einer der favorisierten Bestandteile der chilenischen (und auch südamerikanischen) Küche. Er ist günstig und nahrhaft und ersetzt dadurch schon mal andere Beilagen, wie zum Beispiel Kartoffeln. Oder er wird in bunten Fleisch-Gemüse-Eintöpfen verwendet.

Die gelben Körner der hochwachsenden Getreidepflanze kann man aber auch verarbeiten und daraus eine köstliche Maismasse herstellen, die dann u.a. hübsch verpackt auf dem Teller landet. Für uns in Europa eher ungewöhnlich, aber definitiv eine Kostprobe wert!

Humitas

Die Humita (von dem Quechuawort humint’a) ist ein typisches, einfaches Tagesgericht, dass nicht nur in Chile, sondern auch in Argentinien, Bolivien, Ecuador und Peru beliebt ist. Zubereitet wird die Maismasse aus frischem Mais und dann in ein Kolbenblatt eingewickelt. Zwiebeln, Basilikum und Gewürze verleihen der Humita Geschmack. Die zugeschnürte Form ähnelt der einer Fliege, was auf Spanisch Humita heißt und der Leckerei zu ihrem Namen verholfen hat.

Zutaten (für ca. 6 Portionen):

8 frische Maiskolben*
1 große Zwiebel
1 Tasse Milch
1 Bund frischen Basilikum
Paprikapulver
Öl & etwas Butter
Salz
Zucker

Schritt 1
Vorsichtig die Blätter von den Maiskolben abziehen. Die werden später zum Wickeln der Humitas benötigt. Damit sie flexibler werden, kann man sie eine Weile in warmes Wasser einlegen.

Schritt 2
Die Kolben gut säubern und alle Härchen entfernen. Nun kann man entweder die Maiskörner vom Kolben ablösen und im Mixer pürieren, oder die Kolben mittels einer Küchenreibe abschaben.

Schritt 3
Das Basilikum ebenfalls waschen und pürieren. Danach unter die Maismasse heben.

Schritt 4
Die Zwiebel schälen, sehr klein schneiden und in Öl anbraten, bis sie gläsern ist. Wer möchte, kann hier bereits mit Paprikapulver und Salz würzen.

Schritt 5
Mais-Basilikum-Mix und Zwiebeln in einen großen Topf geben. Um eine weichere Masse zu erhalten etwas Butter und die Milch dazu gießen und das Gemisch langsam aufkochen. Mit etwas Zucker und ggf. weiteren Gewürzen abschmecken. Falls nötig, mehr Milch hinzugeben.

Schritt 6
Damit aus der Maismasse hübsche kleine Päckchen werden, immer zwei der vorbereiteten Maisblätter überlappend gegeneinander legen. In die Mitte eine gute Portion Maismasse geben und dann die Blätter einschlagen. Zum Schluss wird das Päckchen – wie ein Geschenk – mit einem Faden (oder einem dünnen Streifen Maisblatt) umwickelt.

Schritt 7
Während man die Päckchen wickelt kann man einen großen Topf mit kochendem Salzwasser vorbereiten, in dem die Humitas anschließend rund eine Stunde lang gegart werden.

Schritt 8
Die Humitas in den Blättern servieren und erst am Tisch aufwickeln. Ein bisschen wir Geschenke auspacken. Dazu passt übrigens gut ein frischer Salat. Die Chilenen zuckern ihre Humita aber auch gerne einfach nur.

*Falls man keine frischen Maiskolben bekommt, kann man natürlich auch Dosenmais (etwa 2 Dosen) verwenden. Diesen ebenfalls pürieren und wie beschrieben weiterverwenden. Die Maismasse am Ende in Backpapierstücke einwickeln und im Ofen backen.

Pastel de choclo

Aus der Grundmasse der Humita wird in Chile noch ein anderes, sehr traditionelles und vor allem leckeres Gericht gezaubert: Pastel de choclo. Hier dient die Maismasse als Deckel für eine bunte Mischung aus Hackfleisch, Gemüse und einigen weiteren Zutaten, die je nach Belieben variiert werden können. Der Maisauflauf Pastel de Choclo ist vor allem südlich von Santiago verbreitet.

Zutaten (für ca. 6 Portionen):

500 gr Hackfleisch
2 große Zwiebeln
4 hart gekochte Eier
500 gr Hähnchenfleisch
1 Prise Zucker
100 gr Oliven (schwarz)
Rosinen
Paprikapulver
Salz & Pfeffer
Öl

+ Zutaten für die Humitas (siehe oben)

Schritt 1
Die Grundmasse für die Humitas nach Rezept zubereiten. Zur Seite stellen und sich an die Zubereitung der „Füllung“, Pino genannt, machen.

Schritt 2
Zunächst das Hähnchenfleisch waschen und in Salzwasser gar kochen. Dnach zum Abkühlen zerpflücken und ebenfalls beiseite stellen.

Schritt 3
Die Zwiebeln klein schneiden und in etwas Öl (und ggf. mit einem Löffel Zucker) anbraten. Das Hackfleisch dazugeben und kurz darauf würzen. Etwa 15 Minuten köcheln lassen.

Schritt 4
Den Backofen vorheizen (200° C). Das Hackfleisch in eine Auflaufform (am besten aus Ton) geben. Die Oliven und das Hähnchenfleisch darüber verteilen. Die gekochten Eier in Scheiben schneiden und ebenfalls in die Auflaufform geben. Die einzelnen Zutaten könne gut vermischt werden.

Schritt 5
Zum Schluss die Maismasse als Deckel in die Auflaufform gegeben. Für eine schöne braune Kruste noch etwas Zucker darauf verteilen. Den Auflauf für 25 Minuten in den Backofen schieben und danach für weitere 5 bis 10 Minuten auf 220° C erhöhen, damit die Maiskruste gegrillt wird.

Achtung! Wenn der Auflauf aus dem Ofen kommt ist er SEHR heiß. Daher am besten bereits einige Minuten vor dem Servieren portionsweise zum Abkühlen auf Teller verteilen.

Ein Kommentar bei „Maíz, Maíz, Maíz – Eine Lieblingszutat der Chilenen“

  1. Das ist ja mal wieder was interessantes zum nachmachen und gar nicht schwer

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