Santiago de Chile – 15 kostenlose Sehenswürdigkeiten

Santiago de Chile, kurz nur Santiago genannt, ist die Hauptstadt von Chile. Fast 50 Prozent der Chilenen leben entweder in Santiago selbst (knapp 6,5 Millionen) oder zumindest in der Región Metropolitana (Metropolregion, ca. 8 Millionen). Denn die Stadt ist nicht nur das politische, sondern auch das wirtschaftliche und vor allem kulturelle Zentrum des Landes.

Zahlreiche Universitäten und Hochschulen (die leider immer noch alle kostenpflichtig und daher nur der Mittel- und Oberschicht vorbehalten sind), Museen und Baudenkmäler sowie große Firmensitze nationaler und internationaler Unternehmen prägen das Stadtbild durch einen Mix aus historischen und modernen Gebäuden.

Nach der Stadtgründung 1541 durch den Spanier Pedro de Valdivia folgte ein jahrelang anhaltender Kriegs- und Belagerungszustand mit und durch die indigene Bevölkerung. Erst 1543 erreichte die aus Peru angeforderte Unterstützung Santiago und festigte die Stellung der Spanier und der Stadt. Doch auch schwere Erdbeben infolge des Vulkanismus behinderten in den nächsten Jahrhunderten immer wieder die Entwicklung Santiagos. 1647, 1730 und 1783 zerstörten schwere Beben die Stadt.

Vor dem Palacio de la Moneda steht eine Statue von Diego Portales Palazuelos. Er war von 1829 bis 1837 Innenminister von Chile und schuf 1833 die erste präsidiale Verfassung des Landes.

In den 1930er Jahren begann dann die Umwandlung in eine moderne Industriemetropole. Immer mehr Menschen zog es in die sich nun rasant entwickelnde Region, sodass bereits um 1940 die Grenze von einer Millionen Einwohnern überschritten wurde. Vor allem in den Armenvierteln Santiagos führte dies zu bedenklichen sozialen Zuständen. Nach einer schweren Wirtschaftskrise und zahlreichen (bewaffneten) Proteste stabilisierte sich die wirtschaftliche Situation des Landes und der Hauptstadt ab 1983.

Das trockene, warme Klima von Santiago begünstigt die Landwirtschaft als Wirtschaftszweig in der Umgebung. Sie ist ein ergiebiges Weizen-, Wein- und Obstanbaugebiet. Doch durch die Lage in einem 50 Kilometer breiten Talkessel kommt es zu einer erheblichen Luftverschmutzung, da oft keine Zirkulation stattfinden kann. Manchmal steht der Smog regelrecht über der Stadt. Auch der Río Mapocho ist im Stadtgebiet leider stark verschmutzt.

Das Teatro Municipal ist das wichtigste Theater und das Opernhaus von Santiago.

Doch Umwelt- und Lebensqualität in Santiago haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verbessert. Theater, Museen und Gastronomie spiegeln heute eine vielfältige Stadt wider. Zahlreiche Parks bieten Bewohnern und Besuchern Grünflächen als Freizeit- und Erholungsflächen. Wir haben uns einige Tage durch die Stadt treiben lassen und einige spannende Orte und Sehenswürdigkeiten entdeckt.

15 Orte, die man in Santiago kostenlos besuchen kann:

01. Centro Cultural Palacio La Moneda

Mitten in Santiago gibt es einen besonders tollen Ort für Kunst: Das Centro Cultural Palacio La Moneda liegt unter dem Plaza de la Ciudadanía an der Südseite des Präsidentensitzes Palacio La Moneda. Über breite Rampen und eine Zwischenebene (hier befinden sich ein Café, ein Geschäft und weitere Ausstellungsflächen) gelangt man hinunter. Ein Glasdach versorgt das zentrale Atrium von oben mit natürlichem Licht. Die Ausstellungen in den zwei großen Räumen kann man vormittags (9.00 bis 13.00 Uhr) umsonst besuchen. In der Cineteca Nacional de Chile werden abends wechselnde Filme gezeigt.

Centro Cultural Palacio La Moneda
Plaza de la Ciudadanía 26

 

täglich von 9.00 bis 20.30 Uhr geöffnet
Eintritt bis 13.00 Uhr frei,
danach CLP 5.000, Studenten CLP 2.500

02. Bandera Bicentenario

Gegenüber der Plaza de la Ciudadanía, auf der innerstädtischen Hauptverkehrsachse Avenida Libertador General Bernardo O'Higgins, steht die größte Flagge Südamerikas, die sogenannte Bandera Bicentenario. 2010 wurde die mit 27 Metern Breite und 18 Metern Höhe kaum zu übersehende Flagge an dem über 6o Meter hohen Mast zur Feier der 200jährigen Unabhängigkeit Chiles zum ersten Mal gehisst und weht seitdem.

03. Plaza de Armas

Als Kernstück des spanischen Schachbrettmusters, nach dem Santiago ursprünglich angelegt wurde, ist der Plaza de Armas auch heute noch der zentrale Platz der Stadt. Vor allem am Wochenende tummeln sich hier die Menschen und gehen allerlei Beschäftigungen nach, wie beispielsweise dem Schachspiel unter einigen der zahlreichen Bäume, die den Platz so wunderschön grün machen. Wörtlich übersetzt heißt der in vielen südamerikanischen Städten zu findende Plaza de Armas Waffenplatz. Zu Zeiten der Kolonialisierung war es wichtig, einen freien, gut zu erreichenden Platz in der Stadtmitte zu haben, an dem die Bevölkerung innerhalb kurzer Zeit bewaffnet werden konnte, um die Stadt sowie sich selbst zu verteidigen. Der Plaza des Armas ist umgeben von zahlreichen historischen Gebäuden. Darunter das Correos de Chile (Hauptpostamt) und der Palacio de la Real Audiencia de Santiago, das ehemalige Justizgebäude in dem heute das Museo Histórico Nacional (Geschichtsmuseum) untergebracht ist.

An der Südseite des Platzes kann man unter den Arkaden des Portal Fernández Concha an einem der Imbissstände einen schnellen Snack an der Theke essen. Am beliebtesten sind die guten und günstigen Completos, eine Hot Dog nach chilenischer Art. Neben dem einfachen und typischen Würstchen im Brötchen wird er in zahlreichen Varianten auch mit Tomate, Avocado und/oder Ei serviert.

04. Catedral Metropolitana

Prachtstück des Plaza de Armas ist aber die schöne, neoklassizistische Catedral Metropolitana de Santiago, die Hauptkathedrale und der Sitz des chilenischen Erzbischofs. 1748 begann man nach Plänen des Architekten Antonio Acuña mit der Konstruktion der heutigen Kirche, erst 50 Jahre später wurde sie schließlich fertiggestellt. Einige Veränderungen Ende des 19. Jahrhunderts verliehen ihr das heutige Aussehen. Denn die Fassade realisierte der Italiener Joaquín Toesca im neogotischen Stil. Auch ein Blick hinein lohnt sich. Dort kann man unter anderem eine 1756 in London gebaute Orgel anschauen.

Catedral Metropolitana de Santiago
Plaza de Armas, Ecke Calle Catedral

05. Mercado Central

Der beste Ort, um einen authentischen chilenischen Snack oder ein gutes Mittagessen zu genießen, ist der Mercado Central. Dort findet man neben Obst und Gemüse, Backwaren und Fleisch vor allem fangfrischen Fisch, den man sich auch gleich traditionell zubereitet servieren lassen kann. Besonders empfehlenswert sind beispielsweise die Paila Marina (Suppe mit Fisch, Meeresfrüchten und Tintenfisch) oder auch Caldillo de Congrio (Meeresaalsuppe mit Tomate und Kartoffeln), die Pablo Neruda's Lieblingsgericht gewesen sein soll. Abseits der Touristenlokale speist man günstiger und gemütlicher zwischen Einheimischen. Bloß nicht von den zahlreichen, teilweise etwas aufdringlichen Kellnern irritieren lassen! Auch die neoklassizistische Markthalle selbst, die aus dem 19. Jahrhundert stammt und in England vorgefertigt wurde, lohnt einen zweiten Blick. Schmiedeeiserne, zum Teil aufwändig verzierte Bögen spannen sich über die zahlreichen Marktstände und Restaurants. Sie ist zu vielen Seiten offen, sodass man in den äußeren Gängen fast das Gefühl hat, im Freien zu laufen bzw. zu sitzen.

Mercado Central
San Pablo 943 / Ismael Valdés Vergara 900
Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag von 7.00 bis 15.30 Uhr

06. Museo Nacional de Bellas Artes

Das Museo Nacional de Bellas Artes (Museum der schönen Künste, kurz MNBA) ist ein wichtiges chilenisches Kunstmuseum. Es öffnete 1880 in Santiago seine Pforten und ist heute in einem 1910 neu errichteten Museumsgebäude im Barockstil der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Neben einigen Dauerausstellungen der eigenen Kollektion zeigt das MNBA auch immer wieder temporäre Ausstellungen. Durch das Erdbeben 2010 erlitt das Gebäude einige Schäden, die bis heute nicht vollständig repariert sind. Auf der Rückseite, die dem Parque Forestal zugewandt ist, befindet sich ein weiteres Museum. Zur Sammlung des Museo de Arte Contemporáneo (Museum für kontemporäre Kunst, kurz MAC) gehören über 2.800 Stücke nationaler und internationaler Künstler. 1946 gegründet arbeitet das Museum eng mit der Kunstfakultät der Universität Chile zusammen und versucht mit seinen Ausstellungen immer, die Kunst und ihren Kontext dem Besucher näher zu bringen.

Museo Nacional de Bellas Artes (MNBA)
Av. del Libertador 1473
Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.45 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt an allen Tagen frei
www.mavi.cl

 

Museo de Arte Contemporáneo (MAC)
Ismael Valdés Vergara 506
Dienstag bis Samstag von 11.00 bis 19.00 Uhr
Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt an allen Tagen frei
www.mac.uchile.cl

07. Barrio Lastarria

Viele Cafés, Bars und Restaurants haben das Barrio Lastarria in den letzten Jahren zum Szeneviertel gemacht. Es versprühte europäischen Charme und lädt mit seinen kleinen Geschäften zum Bummeln und Verweilen ein. Stände mit Kunsthandwerk und vereinzelte Musiker lockern die Straßenszene auf und sorgen für Unterhaltung. Von Donnerstag bis Sonntag findet die Feria de Antigüedades (Antiquitätenmarkt) am nördlichen Ende der zentralen Calle José Victorino Lastarria statt. Intellektuelle, Politiker, Architekten, Künstler und Schriftsteller lassen sich gerne von der lebendigen Atmosphäre inspirieren. Wie viele Viertel in Santiagos Zentrum wurde auch Lastarria rund um eine Kirche errichtet, die Iglesia de la Veracruz. Man baute sie direkt über den Mauern des ehemaligen Wohnsitzes von Pedro de Valdivia, dem Gründer der Stadt Santiago, auf. Ihre Fassade wurde 2001/2002 im Rahmen der Restaurierungsarbeiten im Viertel erneuert.

Emporio La Rosa
Merced 291
www.emporiolarosa.com

Angeblich gehört das hausgemachte Eis des 2001 gegründeten Unternehmens zu den 25 besten der Welt. Ob es wirklich so gut ist, muss jeder selbst entscheiden. Ein bisschen teuerer ist es allerdings, dafür bekommt man aber auch ganz besondere Sorten.

Weitere Infos zum Barrio Lastarria:
www.barriolastarria.com

08. Museo de Artes Visuales

Wer sich für Kunst interessiert, der ist im Museo de Artes Visuales (Museum für visuelle Kunst, kurz MAVI) mitten in Lastarria richtig. Das Museum liegt am Plaza Mulato Gil de Castro, der seit den 1980er Jahren eine kulturelle Landmarke ist. Die Instandsetzung des Platzes diente dem Erhalt des Hauses von Gil de Castro und einiger angrenzender Fassaden. Überspannt wird der Platz von einem großen Sonnensegel, dass wunderbare Muster wirft. Die vielseitigen Ausstellungen im MAVI wechseln regelmäßig und sonntags ist der Eintritt für alle frei. Zum Museum gehört auch das Museo Arqueológico de Santiago (Archäologisches Museum von Santiago, kurz MAS).

Museo de Artes Visuales
José Victorino Lastarria 307,
Plaza Mulato Gil de Castro

Dienstag bis Sonntag von 11.00 bis 19.00 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt CLP 1.000, sonntags frei

09. Centro Cultural Gabriela Mistral

Auf rund 22.000 Quadratmetern tut sich im Centro Cultural Gabriela Mistral (kurz GAM) so einiges in den Bereichen Theater, Tanz, Musik und visuelle Kunst (vor allem zeitgenössische Fotografie und populäre Kunst). Regelmäßig finden Theater- und Tanz-und Filmvorführungen statt. Seminarräume, eine Bibliothek und ein Aufnahmestudio komplettieren das Angebot. Außerdem gibt es immer mehrere frei zugängliche Ausstellungen. Man kann sich auch einer kostenpflichtigen Führung durch das Kulturzentrum anschließen. Gabriela Mistral, nach der das Gebäude benannt ist, war eine wichtige Dichterin und Diplomatin aus Chile, die 1945 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Sie wirkte maßgeblich an der Entwicklung und Umwandlung des früheren Hauptquartiers der chilenischen Militärregierung in einen der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäudekomplex mit.

Centro Cultural Gabriela Mistral
Av Libertador Bernardo O’Higgins 227
www.gam.cl

täglich von 8.00 bis 23.00 Uhr geöffnet,
Ausstellung bis 20.00/21.00 Uhr

10. Cerro Santa Lucía

Wer einen Ort zum Ausruhen sucht, der ist in dieser grünen Oase mitten im Großstadtdschungel von Santiago richtig. Der nur 69 Meter über der Stadt liegende Cerro Santa Lucía (629 Meter über dem Meerespiegel) bietet sich an für einen gemütlichen Spaziergang bis hinauf zum Aussichtspunkt Torre Mirador. Je nachdem, wie das Wetter ist und der Wind steht oder ob verkehrsbedingter Smog über der Millionenstadt liegt, kann man den Blick nicht nur über das Häusermeer, sondern bis zur nahen Cordillera, der Andenkette, schweifen lassen. Bevor Pedro de Valdivia 1540 das Gebiet eroberte, wurde der Hügel von den Picunche-Ureinwohnern Huelén (Schmerz, Schwermut oder Traurigkeit) genannt. Die Spanier nutzten den Berg mitten im Tal des Río Mapocho als Wachturm. 1541 wurde dort offiziell die Stadt Santiago del Nuevo Extremo, das heutige Santiago de Chile, gegründet. Pedro de Valdivia empfand die Lage am Fluss als strategisch günstig, um die Stadt gegen die Angriffe der heimischen Mapuche (zu denen auch die Picunche gehörten) zu verteidigen. Diese setzen sich viele Jahre erfolgreich gegen die Eindringlinge zur Wehr und fechten bis heute Landrechtskonflikte mit dem chilenischen Staat aus. Während der „Reconquista“ (1814–1817) befehligte General Francisco Casimiro Marcó del Pont (der letzte spanische Gouverneur des Generalkapitanates Chiles) im Jahre 1820 den Aufbau von zwei Schutzbatterien auf dem Cerro Santa Lucía: Marcó und Castillo Hidalgo. Im 19. Jahrhundert errichtete man als Teil von Verschönerungsmaßnahmen für Santiago einige Bauwerke auf dem Cerro Santa Lucía, darunter die Kapelle sowie mehrere Brunnen und Erker. Man legte Fußwege und Beete an und pflanzte einige Bäume, was dem Hügel einen parkähnlichen Charakter verlieh. Zwischen den Pflanzen verstecken sich bis heute zahlreiche Statuen. Jeden Tag um 12.00 Uhr übrigens hört man Kanonenschüsse auf dem Cerro Santa Lucía, denn dann wird die historische Kanone (symbolisch) abgeschossen.

Cerro Santa Lucía
Manchmal muss man sich an einem der beiden Eingänge in eine Besucherliste eintragen. Der Eintritt ist jedoch kostenlos.

täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet

11. Fuente Neptuno

Am Fuße des Cerro Santa Lucía liegt die Terraza Neptuno mit dem gigantischen gelben Brunnen, den der Gott des Meeres mit seinem Dreizack höchstpersönlich ziert. Alle Münzen, die – gemeinsam mit persönlichen Wünschen – in die Fuente Neptuno, die auch Fuente Mágica (Wunschbrunnen) genannt wird, geworfen werden, kommen der „Make a wish Foundation“ zu Gute.

Mote con Huesillo

Dieses chilenische Getränk ist nicht nur erfrischend, sondern gleichzeitig auch eine Art kleine Mahlzeit für zwischendurch. An vielen Straßenständen und Kiosks in Santiago gibt es kühles Mote con Huesillo zu kaufen. Dahinter verbirgt sich ein recht süßes, bernsteinfarbenes Getränk mit getrockneten Pfirsichen (huesillos) und Weizengraupen (mote). 

12. Cerro San Christóbal

Wer noch etwas höher hinaus möchte, der lässt das Viertel Bellavista (schöne Aussicht) mit seinen bunt bemalten Häusern und den vielen Restaurants unter sich zurück und besteigt den Hausberg von Santiago, den Cerro San Christóbal. Die ursprüngliche Bezeichnung des 880 Meter hoch liegenden Berges war Tupawe oder Tupahue, von den spanischen Eroberern wurde er Mitte des 16. Jahrhunderts nach dem Heiligen Christophorus umbenannt. Vom Gipfel aus hat man einen tollen Rundumblick über die verschiedenen Stadtteile von Santiago. Die mehreren Kilometer Fußweg zum Aussichtspunkt Terraza Bellavista kann man sich sparen, indem man das Funicular (Standseilbahn) nimmt, das einen vom Plaza Caupolicán am Fuße des Berges (dort befindet sich auch der Zoo von Santiago) fast bis zum Gipfel hinaufbringt und dabei rund 300 Höhenmeter überwindet. Der Cerro San Cristóbal ist Teil des städtischen Parque Metropolitano. Von seinem Gipfel aus kann man mit dem Teleférico de Santiago weiter in den Park hineinfahren.

Funicular Santiago
täglich 10.00 bis 19.45 Uhr

Montag bis Freitag CLP 2.000 (Hin & Rück)
Wochenende/Feiertage CLP 2.600 (Hin & Rück)

 

13. Die weiße Jungfrau Maria

Oben auf dem Cerro San Christóbal thront, die gesamte Stadt überblickend, eine imposante weiße Marienstatue. Die 22 Meter hohe Inmaculada Concepción del Cerro San Cristóbal (oft auch nur als La Virgen, die Jungfrau, bezeichnet) wacht über Santiago und seine Bewohner und wird dafür von ihnen mit zahlreichen Bitten, Blumen und Gaben bedacht. Die zugehörige Kirche ist einer der größten und wichtigsten Orte der katholischen Kirche in Chile. Papst Johannes Paul II. – dem ebenfalls ein Denkmal errichtet wurde – hielt dort im Jahr 1987 eine Messe.

14. Paris & London an einem Tag

Ein bisschen europäisches Flair ist rund um die Straßenkreuzung der Calle Paris und Calle Londres erhalten geblieben. Das kleine Viertel abseits der großen, wuseligen Avenida Libertador Bernardo O’Higgins direkt hinter der Iglesia y Convento San Francisco bietet einen idealen Ort zum Umherschlendern. 1923 wurde das Barrio París Londres von einer Gruppe Architekten entworfen und 1982 zum nationalen Monument erklärt.

15. Street Art entdecken

Urbane Kunst und eine gute Mischung aus Gastronomie und Unterhaltung findet man in den Straßen des bohemischen Barrio Bellavista. Vor allem abends ist in dem bunten Viertel zwischen Río Mapocho und San Cristóbal Hill einiges los. Unzählige Bars auf der Vergnügungsmeile Pio Nono (in zum Teil erstaunlichen Größen) werden dann von der Jugend bevölkert. Tagsüber bietet es sich an, mit der Kamera durch die Straßen und Gassen zu flanieren und die sehr unterschiedliche Street Art zu bewundern. Außerdem kann man das berühmte Haus von Pablo Neruda, La Chascona, besuchen. Der chilenische Politiker und Dichter richtete das Gebäude Mitte des 20. Jahrhunderts für sich und seine dritte Frau ein.

Free Walking Tour

Auch in Santiago gibt es sie, die mittlerweile verbreitete Free Walking Tour. Doch diese hat uns leider nicht so sehr überzeugt und wurde daher nicht in unsere Top 15 aufgenommen. Da die Guides jedoch öfter mal wechseln, ist es sicher eine Möglichkeit, in kurzer Zeit einiges über die Stadt zu erfahren. Online gibt es Infos (von verschiedenen Anbietern), wann und wo der Treffpunkt für die auf freiwilligen Geldbeträgen basierenden Touren stattfinden.

Ein Kommentar bei „Santiago de Chile – 15 kostenlose Sehenswürdigkeiten“

  1. Das ist ja eine Kunststadt, so viel Ausstellungen, wäre auch was für mich

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